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Landkreis Merzig-Wadern
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Der Landkreis Merzig-Wadern ist der westlichste und flächengrĂśĂte Landkreis des Saarlandes sowie der mit der niedrigsten BevĂślkerungsdichte. Merzig-Wadern wird auch als der âgrĂźne Landkreisâ des Saarlandes bezeichnet. Zu diesem Ruf hat seine groĂe Waldfläche beigetragen. Der Landkreis ist aus dem 1816 in der preuĂischen Rheinprovinz gegrĂźndeten Kreis Merzig hervorgegangen.
Contents
⢠Geografie
⢠Lage
⢠Nachbarkreise
⢠Geschichte
⢠Gemeinden
⢠Religion
⢠Politik
⢠Kreistag
⢠Landräte
⢠Wappen
⢠Wirtschaft
⢠Verkehr
⢠Trivia
⢠Schulen
⢠Seniorenbßro
⢠Ehrenamt
⢠Kulturstiftung
⢠Schutzgebiete
⢠Tourismus
⢠Kfz-Kennzeichen
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geografie
Lage
Der Landkreis umfasst drei Landschaften: den Saargau entlang der Saar, die von Saarlouis kommend das westliche Kreisgebiet in Richtung Trier durchflieĂt (hier liegt auch die berĂźhmte Saarschleife bei Mettlach), die Ausläufer des HunsrĂźck im Norden des Landkreises und das zum Saar-Nahe-Bergland im Osten gehĂśrende Prims-Blies-HĂźgelland.
Das einzige Weinanbaugebiet des Saarlandes liegt in der Gemeinde Perl an der Obermosel.
Nachbarkreise
Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Trier-Saarburg (in Rheinland-Pfalz), St. Wendel und Saarlouis (beide im Saarland). Im SĂźdwesten grenzt er an das franzĂśsische DĂŠpartement Moselle und im Westen an den luxemburgischen Kanton Remich, wo die Mosel die natĂźrliche Grenze bildet. Die Mosel bildet hier auf einer Länge von rund zehn Kilometern den sĂźdlichen Teil des Gemeinschaftlichen deutsch-luxemburgischen Hoheitsgebiets, ein quasi-gemeindefreies Gebiet mit einer Fläche von 102 Hektar, dem sich nĂśrdlich davon der grĂśĂere Teil anschlieĂt.
Geschichte
Bis 1792 verteilte sich das Gebiet des heutigen Kreises Merzig-Wadern im Wesentlichen auf das Kurfßrstentum Trier, den deutschsprachigen Teil des Herzogtums Lothringen und die Herrschaft Dagstuhl. Einzelne Gemeinden gehÜrten zum Herzogtum Luxemburg sowie zur Wild- und Rheingrafschaft. Nach 1792 kam das Gebiet an Frankreich und wurde 1798 dem Saardepartement eingegliedert. Dort zählte es zu den Arrondissements Birkenfeld, Saarbrßcken und Trier. Der lothringische Teil wurde bereits 1766 franzÜsisch und gehÜrte 1790 zum Moseldepartement.
1815 nach dem Wiener Kongress kam das Gebiet des heutigen Landkreises Merzig-Wadern unter preuĂische Verwaltung. 1816 teilte PreuĂen seine Provinzen in Regierungsbezirke und Kreise ein. Der preuĂische Kreis Merzig wurde aus den BĂźrgermeistereien Besseringen, Hausbach, Haustadt, Hilbringen, Losheim, Merzig, Wadern, Wahlen und Weierweiler gebildet. So entstand der Kreis Merzig innerhalb des Regierungsbezirks Trier der Provinz GroĂherzogtum Niederrhein (1822 Rheinprovinz). 1817 erhielt der Kreis die Gemeinden Keuchingen und Dreisbach vom Kreis Saarburg.
Zu einer Ănderung der territorialen Verhältnisse kam es, als infolge des Inkrafttretens des Friedensvertrages von Versailles 1919 das Saargebiet einer besonderen Verwaltung des VĂślkerbundes unterstellt wurde. Zu diesem Saargebiet gehĂśrte unter anderem auch der Ăźberwiegende Teil des Kreises Merzig, der danach informell auch als âStammkreis Merzigâ bezeichnet wurde. Der bei PreuĂen und damit im Regierungsbezirk Trier verbleibende Teil, der sogenannte Restkreis Merzig-Wadern, nahm seinen Sitz in Wadern ein. Nachdem die VĂślkerbundsverwaltung am 1. März 1935 endete, wurden die alten territorialen Verhältnisse nicht wiederhergestellt. Das âSaargebietâ kam unter unmittelbare Reichsverwaltung, und so blieben der Kreis Merzig und der Restkreis Merzig-Wadern weiterhin administrativ getrennt.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 im Deutschen Reich kam der Region Merzig-Wadern wie dem gesamten Saargebiet wegen des saarländischen Sonderstatus eine Schlßsselrolle als Zufluchtsort fßr vom Nationalsozialismus verfolgte Deutsche sowie als Knotenpunkt fßr das Einschleusen antirassistischer Propaganda ins Deutsche Reich zu.cite-ref-ns-merzig-2-0[2] Nach dem klaren Votum bei der Saarabstimmung am 13. Januar 1935 fßr einen Anschluss an das Deutsche Reich wurde dieser am 1. März gleichen Jahres vollzogen. Daraufhin kam es wie in ganz Deutschland auch im Gebiet des heutigen Landkreises Merzig-Wadern zur massiven Verfolgung von Oppositionellen und Bßrgern jßdischen Glaubens, jedoch auch zu Widerstand gegen die nationalsozialistischen Verbrechen.cite-ref-ns-merzig-2-1[2]
Aus Angst vor Verfolgung im Dritten Reich flĂźchteten um 1935 viele der etwa 300 jĂźdischen BĂźrger Merzig-Waderns ins Ausland, circa hundert von ihnen wurden im Rahmen der nationalsozialistischen Verfolgung ermordet. Die 1840 eingeweihte Merziger Synagoge wurde in der Reichskristallnacht 1938 zerstĂśrt, die 1850 in Hilbringen errichtete Synagoge wurde nach der AuflĂśsung der jĂźdischen Gemeinde 1936 verkauft.cite-ref-3[3]
Am 1. Oktober 1946 wurde der Kreis Merzig mit dem grĂśĂten Teil des von der franzĂśsischen Besatzungsmacht seit 1945 als Kreis Wadern bezeichneten Restkreises zum Kreis Merzig-Wadern wiedervereinigt, zu dem auĂerdem die Gemeinden BĂźschdorf, Nohn, TĂźnsdorf und Wehingen-Bethingen aus dem Kreis Saarburg traten.cite-ref-anordnung01-4-0[4]cite-ref-anordnung02-5-0[5]
Als der Landkreis Saarburg am 7. Juni 1947 aus dem Saargebiet nach Rheinland-Pfalz rĂźckgegliedert wurde, gab er die Gemeinden Besch, Borg, Eft-Hellendorf, Faha, KeĂlingen, MĂźnzingen, Nennig, Oberleuken, Oberperl, Orscholz, Perl, Sehndorf, Sinz, Tettingen-Butzdorf, Weiten und Wochern an den Landkreis Merzig-Wadern ab.cite-ref-verf-gung215-6-0[6]
Im Zuge der saarländischen Kreisreform erhielt der Landkreis am 1. Januar 1974 die Gemeinden Buweiler-Rathen und Kostenbach vom Landkreis St. Wendel und verlor im Gegenzug die Gemeinde Michelbach an den Landkreis Saarlouis.cite-ref-7[7] Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Merzig-Wadern noch sieben Gemeinden, darunter zwei Städte. GrĂśĂte Stadt des Kreises ist die Kreisstadt Merzig, kleinste Gemeinde ist Weiskirchen.
Gemeinden
Im Landkreis Merzig-Wadern liegen die Kreisstadt Merzig, die Stadt Wadern und die Gemeinden Perl, Losheim am See, Weiskirchen, Beckingen sowie Mettlach.
(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2024cite-ref-8[8])
Ehemalige Gemeinden
Die meisten ehemaligen Gemeinden des Landkreises verloren am 1. Januar 1974 ihre Eigenständigkeit:
⢠Bachem, Bergen, Britten, Hausbach, Mitlosheim, Niederlosheim, Rimlingen, Rissenthal, Scheiden, Wahlen und WaldhÜlzbach wurden Teil der Gemeinde Losheim am See.
⢠Ballern, Besseringen, Bietzen, Brotdorf, Bßdingen, Fitten, Harlingen, Hilbringen, Mechern, Menningen, Merchingen, Mondorf, Schwemlingen, Silwingen und Wellingen wurden Teil der Stadt Merzig.
⢠Besch, Borg, BĂźschdorf, Eft-Hellendorf, KeĂlingen, MĂźnzingen, Nennig, Oberleuken, Oberperl, Sehndorf, Sinz, Tettingen-Butzdorf und Wochern wurden Teil der Gemeinde Perl.
⢠Bardenbach, Bßschfeld, Dagstuhl, Gehweiler, Krettnich, Lockweiler, Morscholz, Mßnchweiler, NiederlÜstern, Noswendel, Nunkirchen, OberlÜstern, Steinberg, Wadrill und Wedern wurden Teil der Stadt Wadern.
⢠Michelbach wurde Teil der Gemeinde Schmelz im Landkreis Saarlouis.
Bereits vor 1974 wurden die folgenden Gemeinden aufgelĂśst oder umbenannt:
⢠Fickingen wurde 1923 in Saarfels umbenannt.
⢠Keuchingen wurde am 1. Oktober 1936 nach Mettlach eingemeindet.
⢠Obermorscholz und Untermorscholz wurden am 1. Oktober 1937 zur Gemeinde Morscholz zusammengeschlossen.
⢠Oberthailen und Unterthailen wurden in den 1930er Jahren zur Gemeinde Thailen zusammengeschlossen.
⢠Wehingen-Bethingen wurde am 1. Januar 1957 in die beiden Gemeinden Bethingen und Wehingen aufgespalten.
Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1816 | 21.693 | [ 10 ] |
| 1847 | 32.196 | [ 11 ] |
| 1871 | 35.551 | [ 12 ] |
| 1885 | 39.674 | [ 12 ] |
| 1900 | 44.835 | [ 13 ] |
| 1910 | 51.252 | [ 13 ] |
| 1939 | 39.439 | [ 13 ] |
| 1960 | 90.100 | [ 13 ] |
| 1970 | 101.100 | [ 14 ] |
| 1980 | 100.600 | [ 15 ] |
| 1990 | 101.900 | [ 16 ] |
| 2000 | 106.000 | [ 17 ] |
| 2010 | 104.843 | |
Religion
Der weitaus grĂśĂte Teil der BevĂślkerung ist katholischen Bekenntnisses. In jeder Zivilgemeinde des Landkreises besteht mindestens eine rĂśmisch-katholische Gemeinde. Sämtliche Gemeinden gehĂśren zur DiĂśzese Trier.
Die evangelische BevĂślkerung des Kreises gehĂśrte seit 1817 zur Evangelischen Kirche in PreuĂen (ab 1922 in Evangelische Kirche der AltpreuĂischen Union umbenannt; APU) und dort seit 1922 zur Kirchenprovinz der Rheinprovinz mit dem Provinzialkonsistorium in Koblenz. 1947 wurde die Kirchenprovinz als Evangelische Kirche im Rheinland eine selbständige Landeskirche, der die evangelischen Gemeinden im Landkreis zugeordnet sind.
Politik
Wahl des Merzig-Waderner Kreistages 2024
Wahlbeteiligung: 67,3 %
%
50
40
30
20
10
0
40,9
30,0
15,0
6,1
4,2
3,7
CDU
SPD
AfD
GrĂźne
FDP
Linke
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2019
%p
8
6
4
2
0
â2
â4
â6
+0,6
+1,2
+7,4
â4,9
â1,2
â3,2
CDU
SPD
AfD
GrĂźne
FDP
Linke
Kreistag
Der Kreistag ist die kommunale Volksvertretung im Landkreis Merzig-Wadern. Ăber die Zusammensetzung entscheiden die BĂźrger alle fĂźnf Jahre.
Die Kreistagswahlen am 9. Juni 2024 fĂźhrten zu dem rechts dargestellten Ergebnis und der daraus folgenden Sitzverteilung:cite-ref-18[18]
Ăbersicht Ăźber die Ergebnisse vergangener Kreistagswahlencite-ref-19[19]
| Parteien und Wählergemeinschaften | Parteien und Wählergemeinschaften | % 2024 | Sitze 2024 | % 2019 | Sitze 2019 | % 2014 | Sitze 2014 | % 2009 | Sitze 2009 | % 2004 | Sitze 2004 | % 1999 | % 1994 | % 1989 | % 1984 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 40,9 | 14 | 40,3 | 14 | 44,7 | 16 | 43.5 | 15 | 53,5 | 19 | 47,6 | 41,6 | 38,6 | 44,5 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 30,0 | 10 | 28,8 | 10 | 32,6 | 11 | 29,6 | 10 | 37,0 | 13 | 42,3 | 41,0 | 43,2 | 41,1 |
| AfD | Alternative fĂźr Deutschland | 15,0 | 5 | 7,5 | 2 | 5,9 | 2 | â | â | â | â | â | â | â | â |
| GRĂNE | BĂźndnis 90/Die GrĂźnen | 6,1 | 2 | 11,1 | 4 | 5,3 | 1 | 5,7 | 2 | 5,1 | 1 | 2,8 | 5,7 | 4,5 | 4,9 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 4,2 | 1 | 5,4 | 1 | 3,0 | 1 | 7,2 | 2 | 4,4 | 0 | 2,2 | 3,1 | 5,0 | 5,5 |
| LINKE | Die Linke | 3,7 | 1 | 6,9 | 2 | 5,9 | 2 | 9,6 | 3 | â | â | â | â | â | â |
| PIRATEN | Piratenpartei Deutschland | â | â | â | â | 2,8 | 0 | â | â | â | â | â | â | â | â |
| FWG | Freie Wählergruppe | â | â | â | â | â | â | 4,5 | 1 | â | â | 4,3 | 4,9 | 6,2 | 3,6 |
| NPD | Nationaldemokratische Partei Deutschlands | â | â | â | â | â | â | â | â | â | â | 0,9 | 0,5 | 1,9 | â |
| REP | Die Republikaner | â | â | â | â | â | â | â | â | â | â | â | 2,5 | â | â |
| Gesamt | Gesamt | 100 | 33 | 100 | 33 | 100 | 33 | 100 | 33 | 100 | 33 | 100 | 100 | 100 | 100 |
| Wahlbeteiligung | Wahlbeteiligung | 67,3 % % | 67,3 % % | 65,7 % | 65,7 % | 57,8 % | 57,8 % | 63,1 % | 63,1 % | 63,9 % | 63,9 % | 66,6 % | 79,4 % | 84,9 % | 84,1 % |
Landräte
⢠1816â182500Ferdinand Werner
⢠1825â182900Joseph SchĂśnberger
⢠1829â184000Franz Damian GĂśrtz
⢠1840â184800Jacob Fuchs
⢠1848â185000Karl Coupette (kommissarisch)
⢠1850â186800Constantin von Briesen (1821â1877)
⢠1869â187500Rudolf de Lasalle von Louisenthal
⢠1875â189000Emerich Karl Knebel
⢠1890â189400Harry BĂśninger
⢠1895â191200Bruno Eichhorn
⢠1912â191900Karl Haniel
⢠1919â193000Rudolf Klein (ab 1920 ohne Wadern)
⢠1930â194500Karl Roth
⢠19450000000Luitwin Maria von Boch-Galhau
⢠1945â194600Wilhelm Ollingercite-ref-20[20]
⢠1946â195200Wilhelm Bur
⢠1952â198500Kurt Matthias Linicus; dienstältester Landrat des Saarlandes, CDU
⢠1985â200400Michael Kreiselmeyer, CDU
⢠2004âheute0 Daniela Schlegel-Friedrich, CDU
Bei der Direktwahl des Landrates am 23. Oktober 2011 konnte sich Amtsinhaberin Daniela Schlegel-Friedrich mit 70,19 % der abgegebenen Stimmen deutlich gegen ihren Herausforderer Markus Rausch (SPD, 29,81 %) durchsetzen.
Wappen
â
Hauptartikel
:
Wappen des Landkreises Merzig-Wadern
und
Liste der Wappen im Landkreis Merzig-Wadern
Blasonierung: âGeviert: 1 in Silber ein durchgehendes rotes Kreuz; 2 in Gold ein roter Schrägbalken, belegt mit drei gestĂźmmelten silbernen Adlern; 3 in Gold eine schräggestellte rote Wolfsangel; 4 in neunfach von Silber und Blau geteiltem Feld ein golden bewehrter und golden gekrĂśnter, doppelschwänziger roter LĂśwe.â
Das rote Kreuz steht fßr das Erzbistum Trier, der silberne Adler fßr das Herzogtum Lothringen und der doppelschwänzige rote LÜwe fßr das Herzogtum Luxemburg.
In der AuĂendarstellung verwendet der Landkreis auch ein Logo.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Mittelständisches (Handwerk) und Dienstleistungsgewerbe Ăźberwiegen im Landkreis, der industrielle Bereich konzentriert sich auf keramische und pharmazeutische Industrie sowie den Maschinen- und Anlagenbau. Der Keramikhersteller Villeroy & Boch ist einer der grĂśĂten Arbeitgeber an der unteren Saar: Von Merzig, Mettlach und Losheim am See aus wird die ganze Welt mit keramischen Produkten aus den Bereichen Tischkultur, Sanitär & Wellness, KĂźche und Fliesen versorgt.
Verkehr
Das westliche Kreisgebiet wird von der Bundesautobahn 8 Saarlouis zur luxemburgischen Grenze durchquert. Ferner wird der Landkreis durch Bundes- und LandesstraĂen erschlossen. Die wichtigsten BundesstraĂen sind die an der Saar entlangfĂźhrende B 51 SaarbrĂźckenâTrier und die B 268 TrierâSaarbrĂźcken.
Parallel zum Fluss verläuft die Saarstrecke TrierâSaarbrĂźcken mit BahnhĂśfen u. a. in Merzig, Mettlach und Beckingen. Daneben ist auch die Gemeinde Perl durch die parallel zur Mosel verlaufende Obermoselstrecke an das Schienennetz angebunden.
Die ehemalige Kleinbahnstrecke MerzigâBĂźschfeld wird zwischen Merzig und Niederlosheim gelegentlich fĂźr Museumseisenbahnfahrten genutzt.cite-ref-21[21]
Die Üstlichen Gebiete, vor allem die Stadt Wadern, sind durch die Bundesautobahn 1 erschlossen. Sie verläuft nicht im Landkreis.
Nach dem Nahverkehrsplan des Landkreises Merzig-Wadern vom November 2017 werden im ĂPNV 20 Buslinien mit jährlich etwa 2,4 Mio. Buskilometern angeboten.cite-ref-22[22]
Trivia
Am 25. Mai 2009 erhielt der Landkreis den von der Bundesregierung verliehenen Titel âOrt der Vielfaltâ.
Soziales â Soziale Projekte
Schulen
Grundschulen
⢠Grundschule Dreiländereck Perl
⢠Grundschule Langwies der Gemeinde Mettlach
⢠Grundschule Orscholz
⢠Nicolaus-Voltz-Grundschule Losheim
⢠Grundschule Bachem-Britten
⢠Grundschule Wahlen
⢠Grundschule Dßppenweiler
⢠Grundschule Beckingen
⢠Grundschule Reimsbach
⢠Grundschule Kreuzberg (Merzig)
⢠Grundschule Merzig-Besseringen
⢠Grundschule Merzig-Brotdorf
⢠Grundschule Merzig-Hilbringen
⢠Grundschule Saargau (Schwemlingen)
⢠Grundschule St. Josef (Merzig)
⢠Grundschule St. Martin Wadrill-Steinberg mit den Standorten Wadrill und Steinberg
⢠Grundschule Nunkirchen mit den Standorten Nunkirchen und Bardenbach
⢠Grundschule Lockweiler
⢠Grundschule Konfeld
Gymnasien
⢠Gymnasium am Stefansberg (GaS)
⢠Oberstufen-Gymnasium des BBZ' Merzig untergliedert in die Fachbereiche Gesundheit und Soziales sowie Wirtschaft
⢠Peter-Wust-Gymnasium (PWG)
⢠Hochwald-Gymnasium Wadern
Gemeinschaftsschulen
⢠Gemeinschaftsschule Orscholz
⢠Peter-Dewes-Gemeinschaftsschule Losheim am See
⢠Friedrich-Bernhard-Karcher-Schule Beckingen
⢠Christian-Kretzschmar-Schule Merzig
⢠Graf-Anton-Schule Wadern
⢠Eichenlaubschule Weiskirchen
FĂśrderschulen
⢠FÜrderschule Lernen Losheim
⢠Schule zum Broch, FÜrderschule geistige Entwicklung Merzig-Merchingen
⢠Sonderschule fßr Lernbehinderte Merzig-Brotdorf
⢠FÜrderschule Lernen Wadern-Noswendel
Berufsbezogene Schulen
⢠BBZ-Merzig
⢠BBZ-Hochwald, Wadern
SeniorenbĂźro
Die âStabsstelle Regionale Daseinsvorsorgeâ fĂśrdert die Arbeit mit und fĂźr ältere Menschen und bietet eine Reihe von Dienstleistungen, unter anderem das Kreis-Senioren-Telefon.
Ehrenamt
Die EhrenamtsbĂśrse ist seit 2001 Ansprechpartner fĂźr fast 900 Vereine und viele weitere Ehrenämtler im Landkreis Merzig-Wadern. Sie vermittelt ehrenamtlich Interessierte an soziale Einrichtungen, berät zu Fragen von VereinsgrĂźndungen, GemeinnĂźtzigkeit, Versicherung, Ăffentlichkeitsarbeit, organisiert Veranstaltungen zur WĂźrdigung des Ehrenamts und bietet Fortbildungen in allen Bereichen ehrenamtlicher Tätigkeit an. Um das ehrenamtliche und bĂźrgerliche Engagement noch besser und effektiver zu unterstĂźtzen, hat der Landkreis Merzig-Wadern ein Vereinsportal eingerichtet, in dem den Vereinen, ehrenamtlichen Organisationen und Initiativen im Landkreis Merzig-Wadern kostenfrei eine Plattform fĂźr einen Internetauftritt zur VerfĂźgung gestellt wird.
Kulturstiftung
Die Kulturstiftung des Landkreises Merzig-Wadern wurde 1988 gegrßndet. Sie hat den Zweck, Kulturgßter im Landkreis Merzig-Wadern zu bewahren, zu pflegen und sie in geeigneter Weise der Allgemeinheit zugänglich zu machen. In der Trägerschaft der Kulturstiftung werden drei Einrichtungen gefßhrt:
⢠Der Archäologiepark RÜmische Villa Borg
⢠Burg Montclair
Neben den eigenen Einrichtungen fÜrdert die Kulturstiftung fßr den Landkreis Merzig-Wadern Kulturdenkmäler in den Städten und Gemeinden des Landkreises.
SportfĂśrderung im Landkreis
Der Landkreis Merzig-Wadern unterstßtzt im Schwerpunkt den Nachwuchs- und Breitensport. Dabei fßhrt der Landkreis eigene Sportveranstaltungen und Projekte, die Gesundheit und Prävention fÜrdern, durch und bezieht aktiv Vereine mit ein. Der Landkreis Merzig-Wadern fÜrdert Veranstaltungen mit ßberregionaler Bedeutung und veranstaltet jährlich stattfindende Sportevents:
⢠Nachwuchssportlerehrung
⢠Saarländische Schullaufmeisterschaften
⢠Sport- und Spielfest der Grundschulen
⢠Sportforum
Schutzgebiete
Im Landkreis befinden sich 22 ausgewiesene Naturschutzgebiete (Stand Februar 2017).
Siehe auch
:
Liste der Naturschutzgebiete im Landkreis Merzig-Wadern
Der âgrĂźneâ Kreis
Merzig-Wadern, der âgrĂźneâ Landkreis des Saarlandes, besitzt circa 21.000 Hektar Waldfläche. Mit dem Naturschutzgebiet âWolferskopfâ im Bereich der Kreisstadt Merzig und der Gemeinde Beckingen gehĂśrt die grĂśĂte zusammenhängende Naturschutzfläche des Saarlandes zum Landkreis Merzig-Wadern.
Premiumwanderwege
Im Landkreis Merzig-Wadern kĂśnnen Wanderfreunde 24 Premium-Wanderwege nutzen, zum Beispiel der Saar-HunsrĂźck-Steig und die Traumschleifen.
Tourismus
Besucher und Gäste des Landkreises Merzig-Wadern finden viele MĂśglichkeiten, ihre Freizeit zu verbringen. Die bekannteste und berĂźhmteste SehenswĂźrdigkeit ist die Saarschleife bei Mettlach-Orscholz. Sport, Kultur, Natur und das Dreiländereck bieten ein groĂes touristisches Angebot: der Wolfspark und das Expeditionsmuseum Werner Freund in Merzig, verschiedene Anlagen der Gärten ohne Grenzen, der MonumentalgrabhĂźgel in Perl-Nennig, das Cloef-Atrium Orscholz, der Alten Turm in Mettlach, das Erlebniszentrum von Villeroy & Boch, das Kupferbergwerk in DĂźppenweiler, das Eisenbahnmuseum im Lokschuppen in Losheim, das feinmechanische Museum FellenbergmĂźhle in Merzig, das Heimatmuseum in Wadern. Mehrmals im Jahr finden auf der ehemaligen Strecke der Merzig-BĂźschfelder-Eisenbahn dampflokbetriebene Museumsbahnfahrten statt.
Einen besonderen Anziehungspunkt zeitgenÜssischer Kunst stellt das Bildhauer-Projekt Steine an der Grenze dar. Jedes Jahr werden Bildhauer aus verschiedenen Ländern eingeladen um die Grenz-Steine zu bearbeiten.
Kfz-Kennzeichen
Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Besatzung des Saarlandes durch franzĂśsische Truppen wurden im ersten Halbjahr 1949 Nummernschilder mit weiĂer Schrift auf schwarzem Grund fĂźr das gesamte Saarland (wie in Frankreich schon lange Ăźblich) eingefĂźhrt.
Sie bestanden aus einer ein- bis vier- stelligen Zahl, einem Bindestrich, den beiden Buchstaben OE und einer oder zwei weiteren Ziffern. Anhand der allerletzten Ziffer des Nummernschilds konnte man die Städte oder Landkreise erkennen, in denen die Fahrzeuge gemeldet waren. Im Falle des Landkreises Merzig-Wadern waren das die Ziffern 2, 12, 22 oder 32.
Anlässlich des Beitritts des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland am 1. Januar 1957 wurde dem Landkreis das Unterscheidungszeichen MZG zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.
Literatur
⢠Heinz Bauer: PreuĂen an der Saarschleife. Landräte, Verwaltung und Volksvertretung im Kreis Merzig 1816â1945. Ein Beitrag zur Geschichte des Kreises Merzig-Wadern. Merzig 1999.
⢠Heinz Bauer: Revolution an der Saarschleife. Eine Chronik der Revolution 1848/1849 im Kreis Merzig-Wadern. Ideen, Ereignisse, Personen. Merzig-Wadern 2002.
⢠Constantin von Briesen: Urkundliche Geschichte des Kreises Merzig im Regierungs-Bezirke Trier. Saarlouis 1863.
⢠Johann Heinrich Kell: Geschichte des Kreises Merzig. Saarbrßcken 1925.
⢠Johann Heinrich Kell: Geschichte der Stadt Merzig und des Merziger Landes. Merzig 1958.
⢠Kurt Matthias Linicus (Hrsg.): Der Kreis Merzig-Wadern. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart und Aalen 1972, ISBN 3-8062-0107-2.
⢠Heinrich NieĂen: Geschichte des Kreises Merzig. Verlag der Merziger Volkszeitung, Merzig 1898.
⢠Martin-Peter Scherzinger (Red.): Der Landkreis Merzig-Wadern im Bild. Merzig 1988.
⢠Hubert Schommer und andere (Bearb.): 175 Jahre Landkreis Merzig-Wadern, 1816â1991. Heimatbuch 1991. Herausgegeben vom Landkreis Merzig-Wadern in Verbindung mit dem Verein fĂźr Heimatkunde im Kreis Merzig-Wadern, Merzig 1991.
Weblinks
Commons
: Landkreis Merzig-Wadern
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Offizielle Website des Landkreises Merzig-Wadern
⢠Literatur ßber den Landkreis Merzig-Wadern in der Saarländischen Bibliographie
Einzelnachweise
cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-sl-11. Saarland.de â Amtliche Einwohnerzahlen Stand 31. Dezember 2024, basierend auf dem Zensus 2022 (Hilfe dazu).
cite-note-ns-merzig-22. â Gegen das Vergessen - Orte des NS-Terrors und Widerstandes im Landkreis Merzig-Wadern (PDF; 2,7 MB), Aktion 3. Welt Saar, November 2010.
cite-note-33. â Alemannia Judaica: Synagogen im Saarland, Alemannia Judaica, Seitenabruf Mai 2014.
cite-note-anordnung01-44. â Amtsblatt des Regierungspräsidiums Saar, Jahrgang 1946, Nr. 47, S. 198: âAnordnung Ăźber die verwaltungsmäĂige Organisation des Saargebietesâ vom 1. Oktober 1946 (Universität des Saarlandes)
cite-note-anordnung02-55. â Amtsblatt der Verwaltungskommission des Saarlandes, Jahrgang 1946, Nr. 55, S. 237: âErgänzung der Anordnung Ăźber die verwaltungsmäĂige Organisation des Saargebietsâ vom 8. November 1946 (Universität des Saarlandes)
cite-note-verf-gung215-66. â Amtsblatt des franzĂśsischen Oberkommandos in Deutschland, Jahrgang 1947, Ausgabe 77, S. 768. VerfĂźgung Nr. 215 vom 7. Juni 1947: âAnschluĂ von Gemeinden an die Kreise Merzig-Wadern und St. Wendelâ
cite-note-77. â Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis fĂźr die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und SchlĂźsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 804 f. (f Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
cite-note-88. â Saarland.de â Amtliche Einwohnerzahlen Stand 31. Dezember 2024, basierend auf dem Zensus 2022 (Hilfe dazu).
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cite-note-1710. Statistisches Jahrbuch fĂźr die Bundesrepublik Deutschland 2002
cite-note-1818. â Ergebnis der Kreistagswahl 2024 â Landkreis Merzig-Wadern, abgerufen am 18. Juni 2024
cite-note-1919. â Kreistagswahlen 1984 bis 2019 im Saarland nach Kreis
cite-note-2020. â Zur Person vgl. Ollinger Wilhelm in der Datenbank Saarland Biografien.
cite-note-2121. â Museumsbahn-losheim.de, abgerufen am 10. Oktober 2023.
cite-note-2222. â Nahverkehrsplan Landkreis Merzig-Wadern 2017 S. 99
cite-note-2323. â Kraftfahrt-Bundesamt: Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes. 1. Januar 2023, abgerufen am 1. Juli 2023.